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Nach einem langen Winter mit wenig Sonne bringt der Frühling Elan und neue Energie.

Das längere Tageslicht und die wärmeren Temperaturen lassen unsere Laune steigen und verändern auch unbewusst unsere Einstellung. Es herscht allgemeine Aufbruchsstimmung, es wird Zeit etwas Neues zu probieren und höhere Ziele zu stecken. Sport im Freien ist wieder möglich, die sprießende Natur sorgt für Entspannung, neue Farben und Gerüche regen alle Sinne an. Dabei darf eines nicht vergessen werden: Das Herz und der Kreislauf benötigen Zeit, um sich auf die wieder zu erlangende geistige und körperliche Fitness einzustellen.

Dr. Dünner

Warum ist die Gefühlswelt in den Jahreszeiten so unterschiedlich?

Im Winter sind die Tage kürzer, dunkler und kälter, man geht seltener an die frische Luft. Es fehlt dann nicht nur an ausreichend viel Bewegung, man sieht auch weniger Sonnenlicht und unser Imunsystem arbeitet auf Hochtouren. Der Bewegungsmangel und die vielen Stunden im Haus, die sich im Winter nicht vermeiden lassen, sind mitverantwortlich für eine vermehrte «Schlackenbildung»

Winter

Winter

  • wenig Sonnenlicht
  • wenig Bewegung
  • viel im Haus
  • oft Erkältung oder Grippe
  • weniger soziale Kontakte
Frühling

Frühling

  • mehr Sonne
  • mehr Bewegung
  • Frisches regionales Gemüse und salate sind wieder erhältlich
  • man trifft sich wieder

Der winterliche Tagesablauf unterscheidet sich tatsächlich von dem in der wärmeren Jahreszeit. Im Sommer können Sie sich viel ausgewogener ernähren. Frische Salate, Gemüse, Obstsorten und gesunde Snacks werden in einem Umfang angeboten, der mit dem winterlichen Sortiment nicht zu vergleichen ist. Aus diesem Grund bilden sich «Schlacken» in Ihrem Organismus, die Sie mithilfe einer Entschlackungskur im Frühjahr wieder loswerden können.

Dr. Dünner

Inwiefern ändert sich im Winter die Stimmung?

Gemäß einer Umfrage bestätigen 1/4 der befragten Männer und über 1/3 der Frauen, dass ihnen die Winterzeit auf die Stimmung drückt (Quelle: Statista.com).

Glückshormon Serotonin

Eine aktuelle Meta-Analyse diverser verfügbarer Studien kam zu dem Ergebnis, dass Vitamin D-Spiegel und Schwere Depression eine deutliche umgekehrte Abhängigkeit zueinender zeigen. (1)

Dr. Dünner

Welche Symptome zeigen mir, dass ich mich auf den Frühling vorbereiten sollte?


Aufgrund der Abbauprodukte, die sich im Körper angesammelt haben, kann der Stoffwechsel nicht mehr wie gewünscht funktionieren. Folgende Symptome können ein Anzeichen dafür sein, dass sich eine Frühlingsvorbereitung lohnen könnte.

  • Erschöpfung
  • häufige Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsschwäche
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Leistungsmangel
Dr. Dünner

Diese Organe unterstützen Sie mit einer Frühlingskur

Niere

Die Niere

Die Nieren entfernen Abbau-Produkte aus dem Körper, z.B. aus dem Eiweißstoffwechsel. Durch winzige Poren in den Blutgefäßen der Nierenkörperchen wird das Blut gefiltert. Kleine Moleküle können passieren, jedoch Eiweiße oder gar Blutzellen nicht. Eiweiße im Urin sind daher ein Anzeichen für eine Nierenerkrankung, zumindest wenn mehr als 0,2 Gramm davon pro Tag ausgeschieden werden. Nach der Filtration entziehen die Nieren dem abgefilterten Harn in den Tubuli 99% des Wassers. So gewinnt der Körper 150 Liter pro Tag des ursprünglich gefilterten Harns zusammen mit weiteren wichtigen löslichen Blutbestandteilen wie Zucker und Salze zurück.
Herz

Das Herz

Das Herz schafft die Verbindung zwischen dem Lungen- und dem Körperkreislauf. Durch seinen Aufbau ist es optimal an seine Hauptaufgabe angepasst: das Blut beständig durch den Körper zu pumpen und so die Versorgung der Organe mit Sauerstoff zu gewährleisten. Das Herz eines gesunden Erwachsenen schlägt ca. 70 mal pro Minute und fördert pro Herzschlag ca. 70 ml, also pro Minute fast 5 Liter Blut.
Gehirn

Das Gehirn

Das Gehirn verarbeitet Sinneseindrücke, koordiniert die Funktionen des Körpers und hält sie aufrecht und steuert nahezu alle lebenswichtigen Körperfunktionen. Es ermöglicht das Denken, emotionales Erleben und viele weitere Abläufe. Das Gehirn besteht aus zwei Hälften (Hemisphären), die durch den sogenannten Balken (Corpus callosum) miteinander verbunden sind. 80 Prozent der Hirnmasse entfallen auf das Großhirn.
Dr. Dünner

Tipps für Ihre Gesundheit im Frühling

Geniessen Sie die Sonnenstrahlen und gehen Sie an die frische Luft. Rund 50% der Bevölkerung haben einen Vitamin D Mangel. Fehlt das "Sonnenvitamin", fühlen wir uns müde und antriebslos. Bei ein wenig Sonneneinstrahlung - 20 Minuten täglich reichen schon aus - produziert unser Körper selbst das lebensnotwendige Vitamin. Der Frühling unterstützt Sie dabei: Sind die Tage länger, ist es einfacher, vor oder nach der Arbeit noch etwas Licht zu tanken. Ein Spaziergang an der Luft nützt gleich zweifach: Sie bewegen sich und regen die körpereigene Vitamin-D-Produktion an.

Augen auf in der Natur, es gibt alle möglichen neuen Farben zu entdecken, die im Winter verborgen waren. Frühlingsblumen, blühende Bäume, junges Gras: In leuchtender Farbvielfalt begrüßt uns die neue Jahreszeit und hat eine Wirkung auf unsere Psyche: Gönnen Sie sich im Frühjahr eine "Mini-Farbtherapie", indem sie bei einem Spaziergang die neuen, bunten Lebenszeichen genießen!

So wirken Frühlingsfarben auf Ihre Stimmung:

  • Gelb: Hellt Stimmung auf für mehr Optimismus
  • Rot: Fördert Selbstvertrauen und regt die Durchblutung an
  • Grün: Wirkt entschlackend und reinigend
  • Orange: Fördert eine positive Laune und mehr Mut

Im Frühling fällt es leichter, sich neu oder wieder zu verlieben. Steigende Temperaturen machen unternehmungslustiger und wir lernen leichter neue Leute kennen. Wecken Sie erneut die Schmetterlinge im Bauch Ihres Partners. Wer den Winter über einsam war, sollte die Frühlingsstimmung nutzen, um einen Partner oder neue Freunde kennen zu lernen. Trauen Sie sich! Oder unternehmen Sie etwas mit Bekannten, die sie gerne zu Ihrem engeren Freundeskreis zählen würden.

Frisches Obst und Gemüse sind die beste Voraussetzung für eine gute Gesundheit. Sie enthalten Antioxidantien machen uns stark gegen schädliche freie Radikale. Außerdem machen sie satt und beugen Übergewicht vor. Jetzt im Frühling kommen die ersten einheimischen Sorten auf den Markt. Greifen Sie zu, um Ihre Vitaminspeicher zu füllen! Auch essbare Blüten können jetzt schon bald genossen werden.

Bei wärmeren Temperaturen und längerem Tageslicht ist man leichter motiviert wieder mehr Sport im Freien zu machen. Die Möglichkeiten für Bewegung in der Natur sind unbegrenzt. Von Wandern über Walking oder Jogging ist vieles möglich. Auch bei Pollenallergie ist Sport in der Natur möglich. Apps von verschiedenen Pollenwarndiensten verraten, wann Sie bedenkenlos im Freien Sport betreiben können.

Die Natur zeigt uns im Frühling, dass ein Neubeginn bevorsteht und neues Leben erwacht. Auch für Sie kann ein frischer Lebensabschnitt beginnen. Halten Sie kurz inne und überlegen Sie sich, was Sie schon seit längerem für sich und Ihre Gesundheit erreichen möchten. Sportliche Ziele? Eine berufliche Veränderung? Eine neue Fähigkeit erlernen wie Sprachen oder besser kochen lernen? Jetzt ist die Zeit, sich neue Ziele zu setzen! Die Kraft des Frühlings unterstützt Sie in Ihrer Umbruchsstimmung.

Dr. Dünner

Pflanzenkunde: diese natürlichen Helfer unterstützen die Frühlingsenergie

Brennnessel: Der brennende Tausendsassa

Brenessel
  • Ursprung
  • Weltweit außer Balearen, Kreta und den Tropen Afrikas und Südamerika
  • Sammelzeit
  • Blätter im April bis Juni, Wurzel im Frühling vor der Stängelbildung
  • Inhaltsstoffe
  • Mineralien (Eisen, Kalzium, Kalium), Spurenelemente, Flavonoide wie Quertecin-Glukoside, Rutin
  • Anwendung
  • Zur Durchspültherapie bei Entzündungen der ableitenden Harnwege, Wasseransammlungen im Gewebe, Volksmedizinisch zur Entschlackung

Wacholder: Das frisch machende Gehölz

Wacholder
  • Ursprung
  • Mittelmeerraum
  • Sammelzeit
  • Beeren: März bis Mai
  • Inhaltsstoffe
  • Wacholderbeeren: Ätherisches Öl mit folgenden Hauptkomponenten: Monoterpene, Terpinen-4-ol, im Weiteren α-Pinen, β-Myrcen und Sabinen, geringere Anteile an Sesquiterpenen, außerdem Catechin-Gerbstoffe und Invertzucker.

  • Anwendung
  • Beeren: Innerlich: Als Durchspülungstherapie bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Bei Appetitlosigkeit und zur Förderung der Verdauung. Zur Entwässerung von subkutanen Wasseransammlungen (im Bindegewebe unter der Haut) sowie zur Förderung oder Auslösung des Menstruationsflusses. Als Unterstützung bei rheumatischen Beschwerden und zur Ausleitung von entzündlichen Botenstoffen. Äußerlich: Bei rheumatischen Beschwerden und Muskelverspannungen.

Aronia: Die Powerbeere

Aronie
  • Ursprung
  • Östliches Nordamerika
  • Sammelzeit
  • August bis Oktober
  • Inhaltsstoffe
  • Vitamine (A, B, E, K), Kalzium, Magnesium, Kalium, Flavonoide, Anthocyane.
  • Anwendung
  • Die Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, welche Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel (freie Radikale) binden können. Somit erfüllen sie einen aktiven Zellschutz.

Cassis: schwarze Johannisbeeren

Cassis
  • Ursprung
  • Europa sowie Kleinasien, Westsibirien und Nordafrika
  • Sammelzeit
  • Mitte Juni bis Ende August
  • Inhaltsstoffe
  • Vitamin C, Eisen, Kalzium, Kalium, sekundäre Pflanzenstoffe (Anthocyane)
  • Anwendung
  • Die Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, welche Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel (freie Radikale) binden können. Somit erfüllen sie einen aktiven Zellschutz

Gerstengras

Gerstengras
  • Ursprung
  • Vordere Orient, östliches Mittelmeer, vor gut 15’000 Jahren domestiziert
  • Sammelzeit
  • Kurz vor Ausbildung der Ähren
  • Inhaltsstoffe
  • Nährstoffe, Vitamine (A,B2,B6,B12,C,E,K), Mineralien (Eisen, Magnesium, Kalium, Zink) Aminosäuren, Antioxidantien)
  • Anwendung
  • Basisches Lebensmittel, aktiver Zellschutz, Vitalstoffspender, Superfood

Hafergras: Das Kraut für gestresste Manager

Hafergras
  • Ursprung
  • Ganz Europa
  • Sammelzeit
  • Kurz vor der Blüte
  • Inhaltsstoffe
  • Aminosäuren, Flavonoide, Saponine, Vit. A,C,E,K, Mineralstoffe (Kalzium, Magnesium, Kalium)
  • Anwendung
  • Basisches Lebensmittel, bei nervösen Einschlafstörungen.

Ashwagandha: Das Kraut der Unsterblichkeit

Ashwagandha
  • Ursprung
  • Indien, grosse Teile von Asien
  • Sammelzeit
  • Winter
  • Inhaltsstoffe
  • Alkaloide wie Somniferin, Phytosterine, Steroidlactone und Saponine, Withanolide und Withaferin.
  • Anwendung
  • Bei mentaler Schwäche, Stimmungsschwankungen, Angstzuständen, Konzentrationsschwächen, nervöser Erschöpfung und Schlafstörungen.

Basilikum: Das königliche Kraut

Basilikum
  • Ursprung
  • Vorderindien
  • Sammelzeit
  • Kurz vor dem Blühen
  • Inhaltsstoffe
  • Äth. Öl mit Linalool und Estragol, Gerbstoffe und Flavonoide wie Quercetin und Kämpferol.
  • Anwendung
  • Bei Verdauungsbeschwerden, Wasseransammlungen, Stimmungsschwankungen und Verkrampfungen.

Melisse: Balsam für Herz und Bauch

Melisse
  • Ursprung
  • Frankreich und Spanien sowie Westasien
  • Sammelzeit
  • Blätter vor der Blütezeit im März bis Mai
  • Inhaltsstoffe
  • Äth. Öl mit Citral, Geranial, Citronellal, Caryophyllen, Monoterpene, Flavonoide und Triterpensäuren
  • Anwendung
  • Bei psychovegetativen Herzbeschwerden, Einschlafstörungen, nervösen Magen-Darmbeschwerden.

Spirulina: Für ein aktives Leben

Spirulina
  • Ursprung
  • Südostasien, Mittelamerika, Afrika und Australien
  • Erntezeit
  • Anbau in Süsswasserkulturen
  • Inhaltsstoffe
  • Essentielle Aminosäuren, Mineralien wie Kalzium, Eisen, Magnesium, Vit. B12
  • Anwendung
  • Als Unterstützung bei Entschlackungs- und Entgiftungskuren
Dr. Dünner

Darauf sollten Sie beim Frühlingsstart besonders achten

„Die Natur ist die beste Apotheke”Sebastian Kneipp

  • Halten Sie kurz inne und versuchen Sie Ihren Kopf frei zu machen.
  • Lassen Sie sich auf die neue Jahreszeit ein. Geniessen Sie die spürbaren Veränderungen.
  • Ein gesunder Schlaf ist genauso wichtig wie Bewegung und Sport.
  • Gehen Sie Veränderungen langsam an. Ihr Körper muss sich zuerst an die neue Situation gewöhnen.
  • Setzen Sie sich Ziele. Überlegen Sie sich für jeden Monat ein Highlight. Das kann ein Konzert sein, ein Kurztrip, beim Sport die Anzahl Trainingsstunden pro Monat etc.
  • Hören Sie auf Ihren Körper und freuen Sie sich, wenn Sie eine Reaktion spüren.
  • Vergessen Sie nicht: Wenn Sie Ihren Körper fordern, sollten Sie danach Körper und Geist auch verwöhnen.
  • Last but not least: Zelebriere die Frühlingsgefühle, gehe mit Partner oder Freunden in die Natur, vielleicht an einen See oder in die Berge, lass Dir die Sonne auf die Nase scheinen und die gute Laune kommt von selbst!
Dr. Dünner

Noch mehr Wissenswertes zum Immunsystem

Fakten zum Thema Frühling

Im Jahr 2019 fällt der astronomische Frühlingsanfang auf den 20. März.
Der meteorologische Frühlingsbeginn ist übrigens der 01. März

„Es riecht nach Frühling!” Die altbekannte Frühlingsluft gibt es tatsächlich. Die ätherischem Öle sind bei warmer Luft deutlich besser wahrnehmbar als bei kühlen Temperaturen, somit können wir die Natur intensiver wahrnehmen.

Sobald die Tage länger werden, stellt der Körper den Hormonhaushalt um. Es werden verstärkt Endorphine, Testosteron und Östrogen produziert.

Einige Pflanzen messen tatsächlich die Temperatur. Obstbäume beispielsweise beginnen erst nach einer gewissen Anzahl von warmen Tagen zu blühen. Dadurch kann sich ihr Zyklus von Jahr zu Jahr um mehrere Wochen verschieben. Andere Pflanzen, zum Beispiel Spinat, reagieren auf das Tag-Nacht-Verhältnis.

Dr. Dünner

Quellenangaben

1) Anaglin, Rebecca ES, et al. Vitamid D deficiency and depression in adults:
systematic review and meta-analysis.
The British journal of psychiatry, 2013, 202 Jg., Nr. 2, S. 100-107